Allgemein

Krankheitsbedingte Kündigung wegen Burnout möglich?

Wie ist das eigentlich: Kann man wegen Burnout gekündigt werden? Hierüber gibt der Text „Krankheitsbedingte Kündigung wegen Burnout möglich?“ auf der Seite „Anwalt.de“ Auskunft. Bitte fasst diesen Verweise nicht als Werbung auf, sondern als Service alle, die sich diese Frage schon einmal gestellt haben und für die sie vielleicht sogar akut ist. Soll ja – sehr leider – vorkommen, dass Arbeitgeber nicht so agieren und reagieren, wie man sich das als Betroffener wünscht.

Deshalb könnte vielleicht auch noch der Hinweis auf die Münchner Mobbing Beratung hilfreich sein: www.mobbing-consulting.de

Hach ja… #78

„Die individuelle Bewältigung von Stress, wie sie sich in den vergangenen Jahrzehnten herausgebildet hat, ist aus gesundheitspolitischer Perspektive jedoch problematisch, da die Ratschläge zur Selbstoptimierung den Wettbewerb zwischen den Individuen mittelfristig zusätzlich verschärfen. Die Fixierung auf den Einzelnen, wie sie im Rahmen aktueller Stressmanagement-Ansätze insbesondere von der Psychologie propagiert wird, fürht zu einer Entvergesellschaftung gesellschaftlicher Problemlagen. Mehr oder weniger stillschweigend wird dabei von der Prämisse ausgegangen, dass der Einzelne in der Lage ist, mit ständig wachsenden Herausforderungen umzugehen. Auf diese Weise wird die Frage nach gesellschaftspolitischen Lösungen für die im zuge von Deregulierung, Selbstoptimierung und Beschleunigung gewachsenen Belastungen ausgeblendet.“

Patrick Kury: Von der Neurasthenie zum Burnout – eine kurze Geschichte von Belastung und Anpassung. In: Neckel, Sighard; Wagner, Greta: Leistung und Erschöpfung. Burnout in der Wettbewerbsgesellschaft. Frankfurt am Main, 2013.

Spektrum.de: Warum Burnout keine Krankheit ist

Tja, da hatten sich einige Journalisten offensichtlich schon gefreut, dass die WHO Burnout als Krankheit anerkennen würde, weshalb sie es als Nachricht in die Welt trugen. Wie bereits neulich schon erwähnt: Da war vermutlich der Wunsch Vater des Gedankens, wie uns auch Spektrum.de aufklärt: Warum Burnout keine Krankheit ist. Burnout ist von der WHO lediglich als „Faktor, der die Gesundheit beeinträchtigen kann“ neu definiert. Immerhin: Betroffene werden das aus ihrer Erfahrung voll und ganz bestätigen können.

Was uns antreibt…

Der Wille zur Steigerung wird dabei weder individuell noch kollektiv durch das Versprechen eines Fortschritts an Lebensqualität erzeugt, sondern durch die Drohung des (schrankenlosen) Verlusts des bereits Erreichten. Wer deshalb behauptet, die moderne werde vom Verlagnen nach dem Höher, Schneller, Weiter getrieben, verkennt ihre strukturelle Realität: Es ist nicht die Gier nach mehr, sondern die Angst vor dem Immer-weniger, die das Steigerungsspiel aufrechterhält. Es ist nie genug, nicht, weil wir unersättlich sind, sondern weil wir immer und überall wie auf Rolltreppen nach unten stehen: Wann und wo immer wir anhalten oder innehalten, verlieren wir an Grund gegenüber einer hochdynamischen Welt, mit der wir überall [S. 16] in Konkurrenz stehen. Es gibt keine Nischen oder Plateaus mehr, die es uns erlaubten, innezuhalten oder gar zu sagen: „Es ist genug.“ Dies zeigt sich empirisch etwa in dem Faktum, dass die Mehrzahl der Eltern in den sogenannten entwickelten Gesellschaften nach ihrer eigenen Auskunft nicht mehr von der Hoffnung motiviert wird, dass es die kinder einmal besser haben mögen als sie selbst, sondern von dem Verlangen, alles zu tun, was sie irgend können, damit es ihnen nicht schlechter geht.

Rosa, Hartmut: Unverfügbarkeit. Wien, 2018.

 

 

Gerald Hüther: Die Kraft der Würde

Der renommierte Neurowissenschaftler Gerald Hüther war kürzlich zu Gast in Gabor Steingarts Morning-Briefing. Es geht über die Veränderungen unserer Wirtschaft und Gesellschaft und wie wir gemeinsam und als Einzelne darauf reagieren (können). Ein sehr hörenswertes Interview: Die Kraft der Würde.

Dranbleiben!

Jessas Maria und Josef von Rainer M Schiessler

„Denn wie oft im Leben stehen wir vor einer unüberwindlichen Mauer und wähnen uns am Ende? Wie oft kämpfen und mühen wir uns ab, einen Ausweg zu finden, um nach zahllosen Versuchen in uns zusammenzusinken, kurz vor dem Aufgeben? Wie oft meinen wir, dass es das Leben besonders böse mit uns meint und wir von allen guten Geistern – auch Gott – verlassen sind? Und dann, irgendwann, kommt unerwartet plötzlich doch ein Lichtlein daher, das uns einen Weg weist, den wir zögernd gehen, weil er noch dunkel und steinig scheint, um ein paar Meter weiter plötzlich wieder im weiten Land, in heller Sonne auf einer großen breiten Straßenkreuzung zu stehen., auf der uns viel Wege zum Weiterwandern einladen. Und wie gerne nehmen wir diese Einladung an, entscheiden uns und spüren die unendliche Freiheit, uns entscheiden zu dürfen. „

Frohe Weihnachten!

Auch wir wünschen frohe Weihnachten, ganz besonders natürlich allen von Burnout geplagten Mensachen! Kommt gut über die ja nicht immer ganz einfachen Feiertage!

Warum Burnout?

„Geschieht es nicht zu unserer Erhaltung, dass die Natur uns unserer Bedürfnisse empfinden lässt?“

Jean-Jacques Rousseau

Hach ja… #76

Die eigene Individualität zu leben bleibt auch im Erwachsenenalter eine ständige Herausforderung.

Remo Largo: Das passende Leben. Was unsere Individualität ausmacht und wie wir sie leben können.

Was macht das Leben sinnvoll?

„Es ist nicht eine blinde Macht von außen, deren Spielball wir sind, sondern es ist die Summe der Gaben, Schwächen und anderen Erbschaften, die ein Mensch mitgebracht hat. Ziel eines sinnvollen Lebens ist, den Ruf dieser inneren Stimme zu hören und ihm möglichst zu folgen. Der Weg wäre also: sich selbst erkennen, aber nicht über sich richten und sich ändern wollen, sondern das Leben möglichst der Gestalt anzunähern, die als Ahnung in uns vorgezeichnet ist.“

Hermann Hesse

Sind Veränderungen möglich?

„Zugleich kann sich Selbstveränderung bis auf Ausnahmen […] nur auf begrenzte Abänderungen der persönlichen Lebensführung beziehen, nicht auf große Charakterumbrüche.“

Gerhard Roth

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