DIE Gretchenfrage: Wer bin ich? Und warum?

Schließlich gibt es auch einen wichtigen psychosozialen Grund für das Entstehen des Ich: Wir werden von unserer Mutter, unseren anderen Familienangehörigen, Freunden, Schulkameraden als ein Individuum, eine ‚ungeteilte‘ Einheit behandelt, angeredet, und zwar mit einem Du, das jeweils mit einem Ich korrespondiert. So lernen wir uns selbst als eine Einheit zu betrachten und zu benennen.

Das Ich ist also eine Gestalt, eine Vielheit mit einem gemeinsamen Schicksal, und diese Gestalt ist dynamisch, nicht statisch. Das Ich wandelt sich und erzeugt zugleich ein Kontinuum, und nur bestimmte Erkrankungen des Gehirns oder der Psyche (die letztlich auch auf Gehirnerkrankungen zurückgehen) können dieses Kontinuum zerstören.

Roth, Gerhard: Persönlichkeit, Entscheidung und Verhalten. Warum es so schwierig ist, sich und andere zu ändern. Stuttgart, 2011.

Hach ja… #69

Hochgradiger Stress kann also nur mit Routine-Entscheidungen bekämpft werden, aber diese sind prinzipiell situationsabhängig.

Gerhard Roth

Depression, Suizid und Sprache

Ein sehr wichtiger und leider sogar in unseren Zirkeln oft tabuisierter Fakt im Zusammenhang mit unserer depressiven Erschöpfungserkrankung ist die Selbstmordgefahr, in welchen Betroffene schweben können. Ein sehr interessanter Artikel zu diesem Themenkreis war neulich auf Spektrum.de zu lesen. Offenbar sprechen suizidgefährdete Menschen auf eine bestimmte Art und Weise: Lebensmüde Menschen sprechen in Absolutismen

 

Burnout als Lifestyle?

Das „PT Magazin für Wirtschaft und Gesellschaft“ postete vor ein paar Tagen den Artikel „Burnout-Prävention„. Man sieht wieder mal: Wir sind offenbar nicht allein. Und auch: Burnout ist ganz offensichtlich ein lukrativer Lifestyle-Markt.

Was ist Wahrheit?

Wenn wir uns fragen sollten, ob diese Vision wahr ist, können wir als erstes antworten, daß es so etwas wie Wahrheit in sich gar nicht gibt: Wahrheit steht immer in Relation zu einem eingenommenen Standpunkt. Feuer ist in Relation zu Haut heiß. Die Struktur der Welt erscheint, wie sie in Relation zu unseren Sinnesorganen und unseren Gehirnen erscheint.

Allen Watts: Dies ist ES. Über Zen und spirituelle Erfahrung. Reinbek, 1985

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