BR2 Radiowissen: Sucht und Sehnsucht

Hier der Hinweis auf einen hörenswerten Podcast, der wieder mal auf Bayern 2 zu hören war und unsereiner hilfreiche Hinweise geben könnte: Sucht und Sehnsucht – Unstillbarer Hunger der Seele

Aus der Ankündigung vom Sender: Der Hang zum Rausch und die Sehnsucht nach Glück gehören zum Menschsein wie der Hunger auf Nahrung. Ob im Verlust der Selbstkontrolle eher eine Gefahr oder eine Chance liegt, hängt von kulturellen und individuellen Bedingungen ab.

 

Warum Achtsamkeit?

Wir können nur bewusst neue, komplexe Probleme angehen und im Detail Dinge planen, und wir können nur dann einigermaßen komplexe Dinge aussprechen. Schlicht und einfach gesagt: Immer wenn wir mit etwas Neuem bzw. Ungewohntem konfrontiert werden, bei dem es um die komplexe Verarbeitung von Details geht, brauchen wir Bewusstsein. Wir konzentrieren uns dann auf die anstehende Situation oder das anstehende Problem, und je mehr wie uns konzentrieren, desto höher wird die Intensität der bewussten Wahrnehmung des entsprechenden Vorgangs.

Roth, Gerhard: Persönlichkeit, Entscheidung und Verhalten. Warum es so schwierig ist, sich und andere zu ändern. Stuttgart, 2011.

Hach ja… #72

[…] daß das Leben auch des leidenden Menschen nicht aufhört, sinnvoll zu sein, sondern – im Gegenteil – die Möglichkeit gibt, den tiefsten Sinn zu erfüllen und den höchsten Wert zu verwirklichen.

Viktor Frankl

Birne aus, Bauch an!

Darum geht es aber bei der Selbsterkenntnis letzlich nicht, sondern um die Frage, warum jemand unglücklich, unzufrieden oder depressiv ist. Dies werden die meisten Menschen nicht beantworten können, denn die Antwort auf diese Frage ist auf einer Ebene angesiedelt, die auch durch intensives Nachdenken über sich selbst nicht erreichbar ist, nämlich auf der unteren und mittleren limbischen Ebene.

Gerhard Roth

Liebe und Ratio

„Das Wichtigste im Leben ist zu lernen, wie man Liebe gibt und wie man sie in sich selbst hereinlässt.“
Seine Stimme sank zu einem Flüstern. „Laß sie rein. wir denken, wir verdienten keine Liebe, wir denken, wenn wir sie reinließen, würden wir allzu weich und rührselig. Aber ein weiser Mann namens Levine hat mal genau das Richtige dazu gesagt. Er sagte: ‚Liebe ist der einzige rationale Akt!'“

Aus: „Dienstags bei Morrie. Die Lehre eines Lebens.“ von Mitch Albom. München, 2017

 

Spektrum.de: Eins nach dem andern

„Sind Sie multitaskingfähig?“ So schreiben Firmen auch heute noch ihre Stellen aus. Der Glaube an die Fähigkeit des Menschen, mehrere Dinge gleichzeitig erledigen zu können, scheint unerschütterlich. Gerade unsereiner weiß oft, was es heißt, zu versuchen, mehrere Bälle gleichzeitig in der Luft zu halten“. Und damit auf die Nase zu fallen.

Für alle, die hier ein bisschen Trost brauchen: Wir sind nicht deshalb gescheitert, weil wir zu schlecht multitasken. wir sind gescheitert, weil wir etwas Unmögliches versucht haben. Nachzulesen ist das hier auf spektrum.de: Stress und Erschöpfung – Eins nach dem anderen!

Hach ja… #71

Über Nacht, über Nacht kommen Freud und Leid,
Und eh‘ du’s gedacht, verlassen dich beid‘
Und gehen, dem Herrn zu sagen,
Wie du sie getragen.

Julius Sturm

Vom Sinn des Lebens

Wenn jeder nur einem Menschen hilft, hilft das allen. Die Liebe des einen rettet das Leben des anderen. Das klingt einfältig, ist es auch. Aber es wirkt, sofern jeder mittut. Nicht, dass Sie mich missverstehen: Wir sind nicht nur da, um uns für andere zu opfern. Wir sind da, weil andere zuweilen in uns ihr Glück finden. Und wir in ihnen. Ein Lotteriespiel, in dem es mehr Hauptgewinne gibt, als wir glauben mögen. Ihre Chancen, glücklich zu werden, stehen also gar nicht so schlecht. Sie sind sogar ziemlich gut! Das ist die einzige Wahrheit. Lassen Sie sich von anderen nichts einreden, von wegen: Das Glück ist immer tränenweit entfernt. Der Spaß der Klugen ist es, das Leben trostlos erscheinen zu lassen, damit sie noch klüger dastehen. ‚Ich habe es ja immer schon gewusst…‘ Nichts haben sie gewusst.

Eisenhauer, Gregor: Die 10 wichtigsten Fragen des Lebens. In aller Kürze beantwortet. Köln, 2014

Wer oder was ist schuld? Über organisatorisches Versagen

„Es kann verlockend sein, einfach bestimmte Menschen für die Schwierigkeiten verantwortlich zu machen: die kontrollbesessenen mittleren Manager etwa oder die Kollegen mit MBA, die immer zuerst an die eigene Karriere denken. In Wahrheit aber ist das Problem systemisch und direkt auf die Einschränkungen hierarchischer Strukturen und einfacher Managementprozesse zurückzuführen.“

John P. Kotter

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